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Handreichungen Mathematik Grundschule Klasse 2 Startseite Vorwort Übersichten Mathe-Punkte
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Fassung
vom Dezember 2002 Verbesserte
Leistungen im Mathematikunterricht der Grundschule
Klasse
2
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Die
besondere Verantwortung des Anfangsunterrichts ·
Mathematikunterricht
zeitgemäss und erfolgreicher ·
Permanente
Wiederholung und Sicherung von mathematischem Grundwissen ·
Konsequenzen
für die Planung des Mathematikunterrichts ·
Leistungsbeurteilung
und Standards o
Anhang ·
Übersichten und
Beispiele zum Grundwissen ·
Arbeitskarten und
Führerscheine als Leistungsnachweise o
Handhabung Verbesserte
Leistungen im Mathematikunterricht der Grundschule Die Ergebnisse der verschiedenen Studien zum
Mathematikunterricht weiterführender Schulen (TIMMS, PISA, ...), betreffen
mittelbar auch die Grundschulen als „Zulieferer“ der weiterführenden
Schulen. Nach deren Aussagen entsprechen die breit gestreuten Leistungen in
Mathematik am Ende der Grundschulzeit oft nicht den Erwartungen. Vorhandene
Defizite beeinträchtigen die weitere Lern- und Leistungsbiographie der Schülerinnen
und Schülern. Der geltende Lehrplan
unseres Landes strebt auf einer Basis von
Grundfertigkeiten eine Reihe von Kompetenzen an, die sowohl fachspezifisch wie
auch fächerübergreifend eine tragfähige Grundlage für weiterführende
Schulen bilden können. Ein Themenkatalog, der die Ziele des Lehrplans
detaillierter darstellt, soll die angestrebten Leistungsstandards für den
Mathematikunterricht der Grundschule transparenter machen. Die angefügten Führerscheine stellen Beispiele für
eine vergleichende Überprüfung des Erreichten innerhalb der Klassen dar. Erfolgreicher Mathematikunterricht orientiert sich
schwerpunktmässig an der Wirklichkeit der natürlichen und gesellschaftlichen
Umwelt der Schülerinnen und Schüler und erzeugt Verständnis für
mathematische Möglichkeiten ihrer Durchdringung und Beschreibung. Die Schülerinnen
und Schüler erarbeiten sich Werkzeuge, mit deren Hilfe sie mathematische
Zusammenhänge und Problemstellungen ihrer Lebenswirklichkeit erfolgreich
aufschliessen können. Entsprechende Situationen werden im Unterricht
exemplarisch untersucht und zu Modellvorstellungen ausgeweitet. Sie können dann
in neuen Situationen, in Analogien oder Abwandlungen von bekannten
Sachverhalten, zur Lösung neuer Probleme beitragen. Dazu ist ein gesichertes
Verständnis grundlegender Fakten, Modelle und Verfahren nötig, das
kontinuierlich zu sichern und zu vertiefen ist. Die
besondere Verantwortung des Anfangsunterrichts ·
Förderung und Schulung der
Wahrnehmung und Dekodierung ·
Standardisierungen stehen am
Ende vielfältiger Wahrnehmungen ·
Bedeutung geometrischer
Fragestellungen ·
Die Umkehrung von Zusammenhängen
integrieren ·
Mathematische Zusammenhänge
als Quelle für Aufgabenvariationen nutzen Aufgabenformen wie Zahlenfolgen,
Zahlenmauern, Würfelzahlenquadrate, Zauberdreiecke, Fortsetzung von Mustern,
usw. enthalten eine Vielzahl von Aufgabenvarianten, die neben dem Übungseffekt
auch in vielen Differenzierungsstufen ermöglichen, die mathematischen Zusammenhänge
zu entdecken. Dabei können Schüler auf ganz individuellem Anspruchsniveau ihre
mathematischen Kompetenzen entwickeln und stärken. Mathematikunterricht
zeitgemäss und erfolgreicher ·
Die Bereitschaft zum Problemlösen
stärken ·
Nichts erklären, was Kinder
selbst herausfinden können, ·
Mehr beraten und anregen als
belehren, ·
Durch Differenzierung den
unterschiedlichen Begabungen Rechnung tragen, ·
Individuelle Lernwege, auch
Umwege zulassen, ·
Lösungswege erklären und
begründen lassen, ·
Verschiedenen Lösungsstrategien
durch motivierende Aufgabenstellungen herausfordern, ·
Fehler als Quelle zum Lernen
nutzen, ·
Verbindungen zu bereits
Gelerntem herstellen, ·
Soziales Lernen in Partner-
und/oder Gruppenarbeit fördern, ·
Lernmaterialien sinnvoll
begrenzen, ·
Nicht formalisierte, auf
konkrete Inhalte bezogene Lösungen finden und anwenden . ·
Formalisierungen als Ergebnis
des Lernprozesses ansehen ·
Das bisherige Können in
Anwendungen weiter entwickeln und schulen, ·
Erfolge und Leistungen
fordern, fördern und anerkennen. Permanente
Wiederholung und Sicherung von mathematischem Grundwissen ·
Generelle Defizite zum
Unterrichtsgegenstand machen ·
Individuelle Defizite selbständig,
auch in Partner- oder Gruppenarbeit ausgleichen: o
Themenhefte mit Erklärungen
und Übungsmöglichkeiten nutzen, o
verschiedene Materialien wie
Lernkartei, PC-Programme, Spiele,... zum Training im Klassenraum bereitstellen, ·
Das Vorstellungsvermögen der
Schüler in allen Bereichen trainieren ·
Das Gedächtnis der Schüler
stärken ·
"Querfeldein" als
Kopfrechentraining regelmässig
pflegen ·
"Führerscheinprüfungen"
für die verschiedenen Themen anbieten ·
Lernerfolge durch "Führerscheine"
dokumentieren ·
Lernerfolge als Teil der
Klassenarbeit nachweisen Dieses planmässige und
leistungsorientierte Vorgehen macht den Lernenden das Gewicht deutlich, das dem
bisher Gelernten beizumessen ist. Dieser Erfolg ist nicht einfach so zu haben.
Er kostetet neben der sorgfältigen und geschickten Planung Anstrengung, vor
allem aber Durchhaltevermögen und Zeit. Eine der wichtigsten Prämissen für
die Einführung neuer Inhalte oder Verfahren ist deshalb: Kein Aufbau ohne Sicherung des Vorwissens als Fundament. Konsequenzen
für die Planung des Mathematikunterrichts ·
Jede Unterrichtseinheit wird
durch die Bereitstellung des nötigen Vorwissens aus vorausgegangenen Einheiten
gründlich vorbereitet ·
Die Einführung neuer Inhalte
greift auf dieses Vorwissen explizit zurück und nutzt es konsequent für die
inhaltliche Erweiterung und Durchdringung. Inhaltliche Darstellungen, Deutungen
von Vorgängen oder Fakten stehen im Vordergrund. ·
Formalisierungen, wenn überhaupt
nötig, schliessen nach den
Anwendungen und Übungen die Erarbeitung neuer Inhalte oder Verfahren ab. ·
Beziehungsreiche Übungen
vertiefen die gewonnenen Einsichten und verbinden sie mit verwandten Bereichen. ·
Ein Test oder eine
Klassenarbeit dokumentiert das Erreichte. Wegen des unterschiedlichen Übungs- und
Wiederholungsbedarfs der Lernenden eröffnen Differenzierungen die besten
Chancen, effektiv zu arbeiten. Im Sinne einer nachhaltigen Wiederholung und
Anwendung von bereits Gelerntem wären individuelle
Lernpläne für selbständiges Arbeiten eine wichtige Hilfe. Sie sind
zugleich Bestandsaufnahme, Auftrag und Dokument des Lernfortschritts. Leistungsbeurteilung
und Standards Im Sinne einer vergleichbaren Leistungsfähigkeit
von Grundschülern im Mathematikunterricht scheint es geboten, ihr durch eine grösstmögliche
Transparenz der angestrebten Ziele
als auch durch eine Objektivierung des jeweils erreichten Erfolges zu begegnen. Die nötige Transparenz wird durch einen
Themenkatalog mit erläuternden, beispielhaften Aufgabenstellungen verbessert,
diese stellen zugleich Beispiele für (entwicklungsfähige und entwicklungsbedürftige)
Standards dar. Davon abgeleitete Aufgabenzusammenstellungen sollen
die Möglichkeit eröffnen, die Annäherung oder Erreichung dieser Standards
abzuschätzen und damit nachzuweisen . Der Anhang versucht, dies unter Anwendung der
entwickelten Perspektiven zu realisieren. Anhang Das anliegende
Material enthält ·
Übersichten zu
den Arbeitsfeldern mit Mindestanforderungen in Beispielen ·
Beispiele für Nachweise des Grundwissens in den Aufgabenfeldern in
Form von Arbeitskarten ·
Führerscheinformulare als Laufzettel für die zugehörigen
Arbeitskarten. Für die anliegenden Übersichten zu
den Arbeitsfeldern und Arbeitskarten zu Führerscheinen gibt es vielfältige
Einsatzmöglichkeiten. Wir möchten darstellen, welche Vorstellungen wir von
einem Einsatz der Führerscheine in der Schule haben. Unsere Empfehlung: ·
Thematisieren Sie
die Handreichung und ihren möglichen Einsatz in der Mathematikfachkonferenz. o
Wann sollte der Führerschein
/ sollten die Arbeitskarten eingesetzt werden? o
Geben wir Lösungen
für eine Selbstkontrolle vor? o
Wann gilt ein Führerschein
als bestanden? o
Wie sieht die
Unterstützung bei „nicht-bestanden“ aus? ·
Informieren
Sie Ihre Schülerinnen und Schüler
über den geplanten Einsatz und welche Vorteile für sie damit verbunden sind: o
Ich weiss, was von mir
erwartet wird. o
Ich kann mir sicher sein, dass
ich das kann, was von mir erwartet wird. o
Ich weiss, worauf ich
hinarbeiten muss. o
Ich kann zielgerichtet
nacharbeiten. ·
Passen Sie evtl.
die Sprachregelung zu Begriffen wie „Hundertertafel, -feld, Zahlenmauer, usw.
an die Ihrer Schüler an, damit es bei der Bearbeitung nicht zu Missverständnissen
kommt. ·
Damit die Aufgaben
möglichst flexibel eingesetzt werden können, wurde als Format die Karteikarte
DIN A5 gewählt. Das begrenzt den
Aufgabenumfang je Karte und motiviert zur vollständigen Bearbeitung in einem
kurzen Zeitraum. ·
Eine Arbeitskarte
sollte innerhalb von etwa 10 Minuten abgehandelt werden können. ·
Vergessen Sie bitte nicht die
Rückmeldung an uns, die Redaktion des Materials. ·
Die für die Gestaltung der
Handreichung Verantwortlichen sind zu erreichen per Email unter GS-Mathe2@web.de. (Wird
nach der Fertigstellung der Endfassung freigeschaltet.) |